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Wie Sie jetzt die ersten Schritte in Richtung Industrie 4 0 einleiten Teil 1 der Serie

 Industrie 4 0
Technologie

von  am 16. Mai 2015 um 15:53 Uhr

Industrie 4.0 ist im industriellen Sektor in Deutschland, was Big Data für die IT-Abteilungen ist: Ein Trend den man nicht verschlafen darf, bei dem aber keiner so recht weiß, wie er jetzt konkret dabei sein kann. Vielen sind die wirtschaftlichen Vorteile nicht klar. Erschwerend kommt hinzu, dass der Begriff in seiner Bedeutung nur schwer gefasst werden kann, weil ihn unterschiedlichste Interessensgruppen für sich nutzen und es an Standardisierung fehlt. Weil sich dennoch viele Unternehmen damit beschäftigen, wollen wir mit dieser Blog-Reihe pragmatische Impulse geben, die man bereits heute für sich nutzen kann. Teil 1 der Serie behandelt den mentalen Aspekt sich auf Veränderung einzustellen. Es ist leicht – bei der aktuell gefühlten Stagnation rund um das Thema – Industrie 4.0 zu unterschätzen. Jedoch empfehlen wir:

Erwarten Sie große Veränderung

Von 3.0 auf 4.0 ist ein großer Versionssprung: Stellen Sie sich auch entsprechend darauf ein. Es werden große Neuerungen auf die Produktion zukommen. Wir sollten uns dessen bewusst sein. Vielleicht helfen Ihnen dabei die folgenden Thesen und Hinweise:

  • Bis 2020 werden 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein ( liegen zwischen 35 und 70 Milliarden). Gehen Sie davon aus, dass dazu auch ihre Produktionsstraße gehört. Und die Ihres Zulieferers und dessen Lieferantenkette. Ihre Systeme werden miteinander kommunizieren – im Intranet und im Internet. In Echtzeit.
  • Hacker werden Ihre Anlagen angreifen. Alles was vernetzt ist wird angegriffen werden, wenn es Anreize dafür gibt: Ihre Produktion lahmzulegen mag illegal sein, aber wird dennoch Anreize bieten. (Sehen Sie auch hierzu Teil 2 der Serie)
  • Neue Anbieter von Industrieautomationslösungen werden auf dem Markt erscheinen, mit denen Sie überhaupt nicht gerechnet haben. Ein Beispiel gefällig? Google mag schon bald ein Anbieter von Industrieautomatisierungslösungen sein: Die Firma hat bereits mehr als eine Handvoll Anbieter von Roboter-Technologie aufgekauft und der . Gehen Sie nicht davon aus, dass Google damit auf den Konsumentenmarkt möchte.
  • Software wird auch die Produktion dominieren. Auch in einer Welt in der proprietäre aber industrietaugliche Lösungen noch dominieren, müssen Sie davon ausgehen, dass standardisierte Komponenten Einzug halten. Hardware wird – wie zuvor bei PCs und Smartphones – . Die Software und das Ökosystem welches diese mitbringt, werden entscheidend sein. Denken Sie an ihr Handy: Entscheidend ist nicht die um wenige Megapixel bessere Kamera: Entscheidend sind Dinge wie die Verfügbarkeit von Apps, der bessere persönliche Assistent oder das erste flächendeckende Mobile-Bezahlsystem.
  • Die Zäune werden fallen. Industrieroboter werden nicht mehr hinter Zäunen versteckt werden müssen. Sensitive Roboter werden ihren Mitarbeitern in der Produktion bei Bedarf wörtlich unter die Arme greifen. Ob im Miet- oder Kaufmodell, die Arbeitsteilung in ihrer Produktion wird sich verändern. Das Verhältnis Roboter zu Mitarbeiter wird sich weiter zugunsten der Roboter neigen. Ihre Firma wird schlussendlich einen Chief Robot Officer bekommen. Ehrlich.

Viele dieser Punkte sind natürlich Zukunftsmusik. Jedoch vergessen wir nicht: Auch die 4. industrielle Revolution ist eben genau das: Eine Revolution. Antizipieren wir große Veränderung, dann werden wir nicht überrascht.

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