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Die Welt der Wolken

Technologie

von  am 20. Mai 2015 um 14:42 Uhr

Auf der diesjährigen World of Cloud, am 27. und 28.04. in Frankfurt am Main gab es neben vielen anderen spannenden Themen ein besonderes Highlight: Unser CEO, Dr. Stefan Eberhardt, berichtete zur Welt der Wolken bei Daimler TSS. Unter dem Titel „Agilität im Business erfordert Agilität in der IT“ brachte er ein wesentliches Problem auf den Punkt: Informationstechnologie ist nicht mehr nur das „Cost Center“ sondern produkt- und serviceimmanent. Nur mit agiler IT kann man das Ziel erreichen, Produkte und Services an die Erfordernisse des Marktes anzupassen, bevor der Mitbewerber es tut oder der Kunde sich anders entscheidet. Damit rücken die Leistungserbringer in der Wertschöpfungskette nicht nur gefühlt enger zusammen, sondern müssen dies idealerweise sogar physisch tun. „Die da drüben“ und „wir“ im selben Satz wird zum Unwort und die Alarmglocken müssen bei jedem schrillen, der eine solche mentale Kluft wahrnimmt. Dort wo es enge fachliche Beziehungen, viel Kommunikation und hohe Abhängigkeiten zwischen organisatorischen Einheiten gibt, ist jede Trennung kontraproduktiv.

„Developers are the new kingmakers“, sagte Lothar Wieske, Cloud Architect & DevOps Engineer, in seinem Vortrag. Ein Raunen ging durch die Menge, weil auf einmal der Entwickler wichtiger sein soll als der Vertrieb oder das Marketing. Es geht aber nicht um Wichtigkeit, sondern um Gleichberechtigung und um Anerkennung der technischen Komponenten und der dahinter liegenden Kreativität eines Produktes. Die Teilnehmer der World of Cloud waren sich einig: Entwicklung und Betrieb müssen eng zusammenarbeiten und beide müssen besser in das Produktmanagement eingebunden werden, weil wir sonst nicht mehr mithalten können. Wenn alle Beteiligten den Kontext ihrer Arbeit kennen, verstehen und Entscheidungen vergemeinschaftet werden, dann schlägt sich das positiv im Ergebnis nieder. Florian Pfeiffer, Head of Data & Infrastructure bei gutefrage.net, illustriert die Früchte einer engen Zusammenarbeit dadurch, dass dort täglich ca. 80 bis 100 Änderungen am Produkt „gutefrage.net“ durchgeführt und produktiv genommen werden. Dabei vergehen ca. zehn Minuten vom Codepush durch den Entwickler bis zur Inbetriebnahme auf der produktiven Umgebung.

Agilität im Business erfordert Agilität in der IT: Dafür braucht man aber nicht nur agile Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, sondern auch Werkzeuge, die Agilität erst möglich machen. Die gute Nachricht zuerst: der Markt hat alles was man braucht in Produktionsqualität, teilweise sogar kostenlos und in jeder beliebigen Menge verfügbar. Unvorstellbar wie viele Szenarien mit Docker und Kubernetes oder alleine Openstack möglich sind. Dann noch schnell 20 virtuelle Maschinen bei Amazon gemietet und fertig ist die skalierbare Umgebung. Es ist ein Kinderspiel, wären da nicht zwei Einschränkungen: die Rechtsabteilung der Unternehmen, die zurecht sicherstellen müssen, dass man sich keine neuen und möglicherweise unbeherrschbaren Risiken ins Unternehmen holt und die schier unendliche Auswahl an Werkzeugen, das schiere Überangebot. Das ist eine Frage, in der sich die Teilnehmer der World of Cloud einig waren: Welches Problem wollen wir eigentlich mit der Cloud und den aktuell verfügbaren Werkzeugen und Services lösen? Man könnte meinen, dass es für all die Möglichkeiten zu wenige Problemstellungen gibt.

Die World of Cloud hat gezeigt, dass technisch alles machbar und alles verfügbar ist. Herausforderungen findet man nun vor allem im organisatorischen Bereich. DevOps schön und gut – aber wie bringe ich meine Entwickler dazu, den Betrieb zu akzeptieren und vice versa? Bei Daimler TSS haben wir mehrfach bewiesen, dass es funktioniert und der Erfolg gibt uns Recht. Mehr und mehr Teams wollen von sich aus agil im DevOps-Modus arbeiten, denn die Vorteile überwiegen – und sei es, dass sich alle Teammitglieder zu 100% mit „ihrem“ Produkt identifizieren können. Wir bei Daimler TSS sind agil, und unser Business auch.

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