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DB Mashup: Persistence with the Head in the Clouds

Technologie

von  am 18. Jan 2019 um 15:42 Uhr

Viele Projekte streben aktuell in die Cloud. Der etwas provokative Titel weist darauf hin, dass es im Vergleich zur klassischen IT noch wenig Erfahrung mit der Datenhaltung gibt. Ein Thema, um das sich Projektteams eigenverantwortlich kümmern müssen.

Aus diesem Grund veranstalteten wir Ende Oktober ein Datenbank-Mashup. Angesprochen waren alle Kollegen, die sich für das Thema „Datenpersistenz in der Cloud“ interessieren und dazu weiter vernetzen wollen – und das waren am Ende rund 70 Mitarbeiter, die auch aktiv teilnehmen konnten.

Um auch über den Tellerrand zu schauen und uns Expertise und Erfahrung von extern zu holen, starteten wir mit zwei Impulsvorträgen: Benedikt Stemmildt von Breuninger sprach über “Data is the new Oil! - Paradigmenwechsel im Arbeiten und Verwalten von Daten“. Er erläuterte die Erfahrungen aus der Überführung des e-Commerce-Systems von Breuninger in eine moderne Microservice-Architektur und was dies für die Datenhaltung bedeutet. Er sprach auch organisatorische Herausforderungen und Lösungsansätze an. So erfolgt z.B. ein Austausch zwischen den einzelnen Teams über teamübergreifende Gilden.

Prof. Stefan Wesner von der Uni Ulm befasste sich mit dem Thema „The Cloud and distributed DBMS - a perfect match?“. Der Schwerpunkt seines Vortrages lag auf den Grenzen der Elastizität und Skalierbarkeit von parallelen Systemen mit dem Fokus auf Datenbanken. Er zeigte dazu u.a. Ergebnisse von DB-Performanzuntersuchungen, die in Kooperation mit Daimler TSS entstanden sind. Beispielsweise zeigen Performanzeinbrüche beim Hinzufügen von Knoten auf, dass die beworbene lineare Skalierbarkeit in der Praxis eher die Ausnahme als die Regel ist.

Datenbank-Experte Eduard Diner und Martin Rauscher von Daimler TSS folgten den beiden Aufmachern, nämlich auf ein Podium, das dem Publikum die Gelegenheit gab, Fragen rund um das Thema Persistenz in der Cloud loszuwerden. Während des Panels ging es u.a. um Daten und DevOps, Umgang mit Datenmüll sowie die Anzahl der handhabbaren Persistenz-Technologien.

Im Verlauf des Mashups wurde bewusst auf Folienpräsentationen verzichtet. Der Schwerpunkt lag auf Networking und Wissensaustausch, so konnten sich die Teilnehmer auch an themenspezifischen Marktständen aktiv in die Diskussion und den Erfahrungsaustausch einbringen und mit Themen wie Cassandra, Cockroach, Mongo, PostgreSQL, Inner Source, DBaaS, Analytics in Azure, Neo4J, CQRS mit Kafka, Container oder Erfahrungen mit AWS das Programm bereichern.

Das offene Format führte zu einem intensiven Erfahrungsaustausch und wurde sehr positiv aufgenommen. Die Zeit war dann auch rasend schnell vorbei - zu schnell, da noch viel mehr Hochkaräter hätten diskutiert werden können. Diese Themen schnappten wir uns Ende November in einem dreitägigen Code Camp und gossen sie final in Code.

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