Blog

Autonome Modellautos: Der Eselskarren als neues Feierabendhobby

DonkeyCar
Unternehmen

von  am 14. Mai 2018 um 08:10 Uhr

Bei Daimler TSS haben weit über 100 Begeisterte zusammen eine neue Leidenschaft entdeckt und basteln an einem eigenen Ansatz des autonomen Fahrens. Anstatt um teure Spezialhardware und Testfahrzeuge geht es hier allerdings einige Nummern einfacher zu – mit Raspberry Pi bestückten ferngesteuerten Spielzeugautos und einer einfachen Kamera entstehen minimalistische Gefährte.

Entstanden ist das Ganze aus der Maker-Szene rund um Personen wie Chris Anderson, Adam Conway und Will Roscoe. Unter @diyrobocars und #Donkeycar haben sie eine offene und dokumentierte Plattform und Community geschaffen, welche weltweit Zuspruch findet.

Die Idee ist dabei denkbar einfach – ein Donkeycar lernt anhand von Trainingsfahrten selbstständig Kurven und Hindernisse zu erkennen und kann – wenn erfolgreich trainiert – dann selbstständig beliebige Strecken fahren. Die Herausforderung liegt in einem erfolgreichen Aufbau des Autos, einer soliden Trainingsstrategie und, für die fortgeschrittenen Bastler, in einer Erweiterung und Verbesserung der Software.

Was sich nach netter Spielerei anhört, ist aus IT-Sicht mehr als anspruchsvoll. Das Erkennen von Straßen und Hindernissen erfolgt über einen Deep-Learning-Ansatz mit neuronalen Netzen und ist die lernende Komponente des selbstfahrenden Modellautos. Zudem konfrontiert einem die Ansteuerung von Motor und Lenkung mit vielen kleinen Detailproblemen aus der Robotik.

Genau darin liegt auch das Erfolgsrezept im Donkeycar-Ansatz: Der Einstieg ist schnell gemacht und verlangt lediglich gesunde IT- bzw. Programmierkenntnisse. Einmal am Fahren wird man aber schnell mit Fragestellungen aus dem Machine Learning konfrontiert, beschäftigt sich mit Bildver-arbeitung und Sensorik bis hin zu komplexen Fragen der Robotik.

Fahrzeug IT in klein: ein Hobby das Entwickler verbindet

Donkeycar ist mehr – es ist ein Community-Ansatz, der Menschen zusammenbringt, gemeinsam lernen lässt und Interesse an neuen Technologien weckt. So haben sich bei Daimler TSS an den verschiedenen Standorten in Summe 40 Teams gefunden, tauschen sich über Foren aus und treffen sich zu gemeinsamen Code Camps. Ziel wird eine gemeinsame Challenge: ein Wettrennen um den schnellsten und cleversten Esel!

Wer sich jetzt noch fragt, wie es zum Esel als Maskottchen der Aktion kam – so einfach sich alles anhört, so störrisch ist die Technik auch und verlangt viel Geduld und Beharrlichkeit...wie man sich eben einen Esel so vorstellt…

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Daimler TSS verbindet nicht nur ihr Job (Karriere bei Daimler TSS) sondern die gemeinsame Entwicklung an der Mobilität der Zukunft. Die gemeinsame Leidenschaft für Software und Hardware innerhalb und außerhalb von Fahrzeugen vereint und steht für einen starken Gemeinschaftssinn in den Teams.

Donkeycar Blogpost Daimler TSS
Donkeycar 1 Daimler TSS
Donkeycar 2 Daimler TSS
Donkeycar 3 Daimler TSS
Zurück zur Übersicht

Diesen Beitrag teilen

Was sagen Sie zu diesem Thema? Diskutieren Sie mit!